Ab und an hat man so ein Problem ja mal. Man sitzt an einem Fremden PC und ist sich garnicht so sicher, wie es mit der Sicherheit bestellt ist. Werden etwa Passwörter automatisch gespeichert? Dagegen kann man am Ende einer Browsersitzung alle persönlichen Daten löschen.
Aber die Kamera dort oben an der Decke sieht komisch aus. Und dieser Dongle im Tastaturkabel gehört doch eigentlich garnicht dort hin...
Wer trotzdem Zugriff auf seine Google-Dienste haben will, kann dies jetzt ganz einfach per Smartphone erledigen.
Einfach auf dem fremden Rechner im Browser auf
http://goto.google.com/login gehen. Es wird ein QR-Code angezeigt. Dieser wird dann mit dem Smartphone eingescannt. Im QR-Code ist eine URL enthalten, die im Browser aufgerufen werden muss. Dafür muss man natürlich im Handy-Browser beim Google-Dienst angemeldet sein. Nach dem Scannen und dem öffnen im Browser wird auf dem Handy eine Warnseite präsentiert, die darauf hinweist dass man einem anderen Computer zugriff auf den Google-Account gewährt.
Und schwubs. Nach der Bestätigung macht der Fremde browser einen Reload und ich habe meine Google-Sitzung ohne auf dem Fremdbrowser auch nur meinen Benutzernamen oder mein Passwort eingegeben zu haben.
Ok. Da die Sicherheit bekanntlich immer vom schwächsten Glied einer Kette abhängt, muss man sich fragen ob das bei einem Google-Account einen Unterschied macht. Aber den Sinn und zweck, ohne mein Passwort einem fremden Rechner anzuvertrauen, an meinen Account zu gelangen erfüllt das Tool.
[Edit]: Und um dem Missbrauch vorzubeugen hat die angezeigte QR-Grafik ein Timeout. Für das Scannen bleibt also nur eine kurze Zeit.
[Edit2]: Schade. Laut Bericht von
Golem hat Google den Dienst heute wieder eingestellt. Es handele sich nur um ein "Experiment"...
Inspiriert von
Rowis Ergebnissen mit dem 2k11 Style für die Blogsoftware habe ich hier jetzt auch ein Update durchgezogen. Bei der alten Version war das Browsen für Mobile Geräte mit einem Plugin realisiert und hat schrecklich ausgesehen. Aber mit 2k11 sieht das wesendlich besser aus...
Bei meinem Home-Rechner hab ich bereits vor ca einem Jahr das rotierende Rost mit dem Betriebssystem durch eine SSD ersetzt. Dort laufen nur noch die Datenplatten mit rotierendem Altmetall. Für die Weihnachtszeit habe ich gleiches für mein Thinkpad T60 Laptop geplant. Und aus beruflichen Gründen habe ich das Upgrade gleich mit einem neuen OS von WinXP(r) auf Win7(r) verbunden.
Die Installation konnte ich nicht als Benchmark verwenden. War schliesslich meine erste Win7-Installation. Aber die Startzeiten vom Libreoffice waren mir vertraut. Und was soll ich sagen? Anschnallen ist angesagt. Nichts mehr mit Klicken und dann erstmal zur Käffchentasse greifen. Nein. Klicken und Anwendung läuft. Coooool.
Aber den Effekt beim LibreOffice-Start habe ich erwartet. War beim PC unter Linux genauso. Also musste ich zu stärkeren Waffen greifen. In meinem Softwaresortiment schlummerte noch ein CorelDraw12. Das brauchte mit RostXP schonmal ne halbe Minute und länger für den Start. Aber auch hier war die Beschleunigung deutlich zu spüren. Beim Corel kann ich jetzt auch nicht mehr zum Käffchen greifen.
Nochwas zu Win7 auf dieser Hardware. Damit die mittlere Maustaste und der Tastaturknubbel wieder erwartungskonform gemeinsam genutzt zu einem Scrollen des Browserinhalts führten, war ein Download von Tastatus/Maus-Treibern von Lenevo notwendig. Auch ohne dieses Update funktionierte alles im Prinzip. Aber grade die Scrollfunktion hätte ich doch vermisst. Nachdem die Powermanagement-Treiber von Lenovo ebenfalls installiert waren, verdoppelte sich auch die Akkudauer auf einen Schlag. Alles andere ist noch auf "normal"-Zustand.
Und für die Lizenzanwälte unter den Lesern: Ich bin Admin. Alle Lizenzen sind entweder offiziell gekauft oder Open-Source.
Stolperte ich doch kürzlich beim
Hardwaredealer meines Vertrauens über ein kleines Schwarzes in Größe eines Routers. Dieses Stückchen Hardware beinhaltet einen PC mit Atom D525 Dual-Core CPU onboard, 2GB RAM und einer 1GBit/sec Netzwerkkarte. Ein ION2 Grafikchip aus dem Hause NVidia sorgt für bis zu 1920x1200 Auflösung. Die 320GB Festplatte ermöglicht die notwendigsten Arbeiten. Wer dem Netzwerkkabel abgeneigt ist und das Gerät lieber mit der mitgelieferten Halterung hinten an den Fernseher oder das Display schraubt, kann sich auch auf eine 802.11b/g/n WLAN-Karte mit RTL8191SU-Chip stürzen. Die Grafik wird mittels VGA oder HDMI-Anschluss herausgeführt. 4 USB Anschlüsse ermöglichen ausreichend Anschlussmöglichkeiten für weitere Addons. Laut Hersteller kommt das Gerät mit einem Gehäusevolumen von 0,5 Liter daher. Im Original wird das gute Stück für ca. 285€ mit einem FreeDOS (!) distributiert. Die Version mit Windows 7 ist dementsprechend preisintensiever.
Beim Erstkontakt war das Gerät bereits mit einer Windows7 Installation aus dem hauseigenen Testlabor meines Dealers kompromitiert. Mit geweckter Neugier konnte ich das Gerät für einen Linux Test in Form einer Teststellung leihen. Und so fand das kleine Schwarze den Weg in mein...
... Büro mit Werkstattkarakter. Was dachtet Ihr den. tststs. Mangels CD-Laufwerk (brauch man ja eh nur zur Installation) fix einen USB-Installer für Debian Squeeze zurechtgeklöppelt. Die Anleitung dazu befindet sich im Debian Installationshandbuch. Nach dem Einschalten erreicht man recht zügig mit F11 das Boot-Menü, das bei eingestecktem USB-Stick diesen als Bootmedium anzeigt. Die Installation startet erwartungskonform im Textmodus. Der Netzwerkchip gehört zu der Sorte, die eine als non-free eingestufte Firmware benötigt. Diese ist allerdings im non-free Firmware-Image von Debian enthalten. Einfach das 11MB große firmware.tar.gz ebenfalls auf dem USB-Stick entpacken und der Installer findet auch die Netzwerkkarte und installiert anstandslos weiter. Die WLAN-Unterstützung ist damit jedoch nicht in Betrieb zu bekommen. Also muss das Gerät doch für den Erstkontakt ans Netz und nicht gleich mit WLAN-only loslegen.
Das Debian-System läuft flüssig und leise vor sich hin. Weiteres Tuning an Grafik oder ähnlichem ist nicht notwendig. Je nach Montage wird nur die blaue Betriebs-LED irgendwann nervig. In einem des Nachts nicht beleuchteten Büro sorgt diese LED doch schon für ausreichend erhellung, um sich im Büro zurechtzufinden.
Das WLAN-Problem ließ sich mit den Standard-Packeten von Squeeze nicht beheben. Den Mailinglisten nach soll der notwendige Treiber allerdings im non-free Zweig von Wheezy vorhanden sein, so dass auch dieses Problem mit dem nächsten Release erledigt sein dürfte.
Alles in allem ein hübsches kleines Gerät, welches ich durchaus für größere Büroinstallationen in Betracht ziehen würde...
Und damit wandert das Gerät wieder zurück zum Dealer. Wer das Gerät also life sehen möchte, müss dort vorbeischauen.
23 Stunden nach meinem Upgrade vom 2MBit DSL-Anschluss auf den 16MBit Cablesurf-Anschluss meines Kabelproviders geniesse ich immernoch den Geschwindigkeitsrausch. Um das alte, nicht ganz so gehetzte Feeling zu simulieren habe ich einfach meinen Debian-Mirror mal wieder gesynct. Der war noch auf dem Stand der letzten Debian-Squeeze-Release-Party Ende Januar dieses Jahres. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dauert jetzt nicht mehr so lange wie vorher...
Der Umbau war recht fix erledigt. Das Kabelmodem wird an den Rückkanalfähigen Kabelanschluss gestöpselt und der 100BaseTx Anschluss mit LAN1 der Fritzbox verbunden. Danach den Internetzugang der Fritzbox von WAN auf LAN1 umstellen noch noch ein bischen Finetuning der Einstellungen. Nachdem die Fritz!Box mit der 54.05.05 Firmware rebootet hat, bekam sie erstmal eine private IP. Das Kabelmodem war offensichtlich noch nicht synchronisiert. Nach einem "neu Verbinden" über die Oberfläche der Fritz!Box wenige Minuten später hat sich das aber erledigt. Der IPv6-Tunnel der Fritz!Box zum SIXXS-Provider hat sich kurz danach auch wieder aufgebaut.
Beim Vertragsabschluss hat mich der Verkäufer allerdings blöd angeschaut. Er schien irgendwie überrascht, dass ich den Preis von 0,95€ für eine EMAIL-Rechnung als Wucher bezeichnet habe. Die Snailmail-Rechnung hätte mich 2,90€ pro Monat gekostet. Da bleib ich doch lieber bei der Abholung via Web. Die ist nämlich kostenlos. Apropos. Muss ich doch nochmal nachforschen, wie ich jetzt an die Rechnung rankomme. Zugangsdaten habe ich nämlich keine bekommen, da die Kabelmodems sich über die MAC-Adresse beim Provider zu authentifizieren scheinen. Um den Wucherwitz abzurunden möchte ich noch erwähnen, dass mich das Kabelmodem, über das sich auch gleich der Telefonanschluss realisieren liesse, im Monat 0,95€ Miete kostet. Das Modem ist monatlich also genauso teuer wie eine PDF-Rechnung per EMail...