Terra PC-Nettop 2600 Greenline im Test

Stolperte ich doch kürzlich beim Hardwaredealer meines Vertrauens über ein kleines Schwarzes in Größe eines Routers. Dieses Stückchen Hardware beinhaltet einen PC mit Atom D525 Dual-Core CPU onboard, 2GB RAM und einer 1GBit/sec Netzwerkkarte. Ein ION2 Grafikchip aus dem Hause NVidia sorgt für bis zu 1920x1200 Auflösung. Die 320GB Festplatte ermöglicht die notwendigsten Arbeiten. Wer dem Netzwerkkabel abgeneigt ist und das Gerät lieber mit der mitgelieferten Halterung hinten an den Fernseher oder das Display schraubt, kann sich auch auf eine 802.11b/g/n WLAN-Karte mit RTL8191SU-Chip stürzen. Die Grafik wird mittels VGA oder HDMI-Anschluss herausgeführt. 4 USB Anschlüsse ermöglichen ausreichend Anschlussmöglichkeiten für weitere Addons. Laut Hersteller kommt das Gerät mit einem Gehäusevolumen von 0,5 Liter daher. Im Original wird das gute Stück für ca. 285€ mit einem FreeDOS (!) distributiert. Die Version mit Windows 7 ist dementsprechend preisintensiever.

Beim Erstkontakt war das Gerät bereits mit einer Windows7 Installation aus dem hauseigenen Testlabor meines Dealers kompromitiert. Mit geweckter Neugier konnte ich das Gerät für einen Linux Test in Form einer Teststellung leihen. Und so fand das kleine Schwarze den Weg in mein...

... Büro mit Werkstattkarakter. Was dachtet Ihr den. tststs. Mangels CD-Laufwerk (brauch man ja eh nur zur Installation) fix einen USB-Installer für Debian Squeeze zurechtgeklöppelt. Die Anleitung dazu befindet sich im Debian Installationshandbuch. Nach dem Einschalten erreicht man recht zügig mit F11 das Boot-Menü, das bei eingestecktem USB-Stick diesen als Bootmedium anzeigt. Die Installation startet erwartungskonform im Textmodus. Der Netzwerkchip gehört zu der Sorte, die eine als non-free eingestufte Firmware benötigt. Diese ist allerdings im non-free Firmware-Image von Debian enthalten. Einfach das 11MB große firmware.tar.gz ebenfalls auf dem USB-Stick entpacken und der Installer findet auch die Netzwerkkarte und installiert anstandslos weiter. Die WLAN-Unterstützung ist damit jedoch nicht in Betrieb zu bekommen. Also muss das Gerät doch für den Erstkontakt ans Netz und nicht gleich mit WLAN-only loslegen.

Das Debian-System läuft flüssig und leise vor sich hin. Weiteres Tuning an Grafik oder ähnlichem ist nicht notwendig. Je nach Montage wird nur die blaue Betriebs-LED irgendwann nervig. In einem des Nachts nicht beleuchteten Büro sorgt diese LED doch schon für ausreichend erhellung, um sich im Büro zurechtzufinden.

Das WLAN-Problem ließ sich mit den Standard-Packeten von Squeeze nicht beheben. Den Mailinglisten nach soll der notwendige Treiber allerdings im non-free Zweig von Wheezy vorhanden sein, so dass auch dieses Problem mit dem nächsten Release erledigt sein dürfte.

Alles in allem ein hübsches kleines Gerät, welches ich durchaus für größere Büroinstallationen in Betracht ziehen würde...

Und damit wandert das Gerät wieder zurück zum Dealer. Wer das Gerät also life sehen möchte, müss dort vorbeischauen.

Von 2 auf 16 MBit in 5 Minuten

23 Stunden nach meinem Upgrade vom 2MBit DSL-Anschluss auf den 16MBit Cablesurf-Anschluss meines Kabelproviders geniesse ich immernoch den Geschwindigkeitsrausch. Um das alte, nicht ganz so gehetzte Feeling zu simulieren habe ich einfach meinen Debian-Mirror mal wieder gesynct. Der war noch auf dem Stand der letzten Debian-Squeeze-Release-Party Ende Januar dieses Jahres. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dauert jetzt nicht mehr so lange wie vorher...



Der Umbau war recht fix erledigt. Das Kabelmodem wird an den Rückkanalfähigen Kabelanschluss gestöpselt und der 100BaseTx Anschluss mit LAN1 der Fritzbox verbunden. Danach den Internetzugang der Fritzbox von WAN auf LAN1 umstellen noch noch ein bischen Finetuning der Einstellungen. Nachdem die Fritz!Box mit der 54.05.05 Firmware rebootet hat, bekam sie erstmal eine private IP. Das Kabelmodem war offensichtlich noch nicht synchronisiert. Nach einem "neu Verbinden" über die Oberfläche der Fritz!Box wenige Minuten später hat sich das aber erledigt. Der IPv6-Tunnel der Fritz!Box zum SIXXS-Provider hat sich kurz danach auch wieder aufgebaut.

Beim Vertragsabschluss hat mich der Verkäufer allerdings blöd angeschaut. Er schien irgendwie überrascht, dass ich den Preis von 0,95€ für eine EMAIL-Rechnung als Wucher bezeichnet habe. Die Snailmail-Rechnung hätte mich 2,90€ pro Monat gekostet. Da bleib ich doch lieber bei der Abholung via Web. Die ist nämlich kostenlos. Apropos. Muss ich doch nochmal nachforschen, wie ich jetzt an die Rechnung rankomme. Zugangsdaten habe ich nämlich keine bekommen, da die Kabelmodems sich über die MAC-Adresse beim Provider zu authentifizieren scheinen. Um den Wucherwitz abzurunden möchte ich noch erwähnen, dass mich das Kabelmodem, über das sich auch gleich der Telefonanschluss realisieren liesse, im Monat 0,95€ Miete kostet. Das Modem ist monatlich also genauso teuer wie eine PDF-Rechnung per EMail...

On Tour und back online

Am 19.09.2011 habe ich meine Tour mit der Bahnreise nach Aachen begonnen. Einen Tag später ging es dann los. Als Beweisfoto habe ich die Startaufnahme meiner Schuhe zusammen mit dem Wegstein des Eifelsteigs fotografiert. Seit dem habe ich 4 Etappen geschaft und die Schuhe waren nicht lange so sauber. Leider habe ich auch seit 2 Tagen kein Internet gehabt. Meine Berichte werden also selten und kurz.

Förde bei Dämmerung

Dieses Bild von vor ein paar Wochen, als es hier noch Sonne gab, präsentiere ich Euch heute mal zur Aufmunterrung und als Erinnerung daran, wie schön Flensburg ohne Regen sein kann...

Android Maps (-) im Test

Morgen bin ich im Team für den 24h Lauf in Viborg. Das liegt ca 245km nördlich von Flensburg und damit tief im Handytariflichen Feindesland. Mein Provider will dort satte 1,50€ für 100KB haben. Das ist mir für online Navigation entschieden zu viel. Google Maps und damit auch die Navigationsoftware kann seit kurzem zwar Kartenausschnitte cachen, aber nur 10 Ausschnitte mit einer Kantenlänge von 16km. Das reicht also nicht aus.

Nach ein bißchen Suchen bin ich auf "Maps (-)" gestossen. Diese software kann Kartenmaterial verschiedener Anbieter (default: OSM und Google) cachen. Also fix mal die Strecke abgescrollt. Bei jeder Ansicht lässt sich im Menu "cache area" auswählen. Im folgenden Dialog gebe ich den OSM Zoomlevel an und das Prog läd die Kacheln in den Cache. In den langweiligen Gegenden wie beispielsweise der E45 lade ich nur bis Zoomlevel 11. Im Umkreis von wichtigen Verkehrsknotenpunkten wage ich mich auf 13 und im Zielgebiet gibt es 15 bis 17. Somit lade ich nicht zu viel.

Ob das Kartenmaterial ausgereicht hat, berichte ich dann in der kommenden Woche...