2 Wege Anmeldung bei Google

Ab und an hat man so ein Problem ja mal. Man sitzt an einem Fremden PC und ist sich garnicht so sicher, wie es mit der Sicherheit bestellt ist. Werden etwa Passwörter automatisch gespeichert? Dagegen kann man am Ende einer Browsersitzung alle persönlichen Daten löschen.

Aber die Kamera dort oben an der Decke sieht komisch aus. Und dieser Dongle im Tastaturkabel gehört doch eigentlich garnicht dort hin...

Wer trotzdem Zugriff auf seine Google-Dienste haben will, kann dies jetzt ganz einfach per Smartphone erledigen.

Einfach auf dem fremden Rechner im Browser auf http://goto.google.com/login gehen. Es wird ein QR-Code angezeigt. Dieser wird dann mit dem Smartphone eingescannt. Im QR-Code ist eine URL enthalten, die im Browser aufgerufen werden muss. Dafür muss man natürlich im Handy-Browser beim Google-Dienst angemeldet sein. Nach dem Scannen und dem öffnen im Browser wird auf dem Handy eine Warnseite präsentiert, die darauf hinweist dass man einem anderen Computer zugriff auf den Google-Account gewährt.

Und schwubs. Nach der Bestätigung macht der Fremde browser einen Reload und ich habe meine Google-Sitzung ohne auf dem Fremdbrowser auch nur meinen Benutzernamen oder mein Passwort eingegeben zu haben.

Ok. Da die Sicherheit bekanntlich immer vom schwächsten Glied einer Kette abhängt, muss man sich fragen ob das bei einem Google-Account einen Unterschied macht. Aber den Sinn und zweck, ohne mein Passwort einem fremden Rechner anzuvertrauen, an meinen Account zu gelangen erfüllt das Tool.

[Edit]: Und um dem Missbrauch vorzubeugen hat die angezeigte QR-Grafik ein Timeout. Für das Scannen bleibt also nur eine kurze Zeit.

[Edit2]: Schade. Laut Bericht von Golem hat Google den Dienst heute wieder eingestellt. Es handele sich nur um ein "Experiment"...

Was zu beweisen war...

Schon lange geistert die Weisheit, dass alle Daten, die erfasst werden, auch irgendwann ausgewertet werden, durch die Landschaft. Wie im heutigen Heise Artikel
"Microsoft Wissenschaftler bestätigen These von der kleinen Welt" auf recht anschauliche Art und Weise dokumentiert ist, wurden die Logs des Instant-Messaging Dienstes von MS ausgewertet. Und solch Daten wie IP, Sprache und Geschlecht sind nun wirklich nicht notwendig, um nachzuweisen, das jeder von uns um max 7 Ecken mit irgendwem bekannt ist.

Dies wirft im Vergleich die interessante Frage auf, um wie viele Ecken man eigentlich mit einem "Terrorverdächtigen" bekannt sein muss, um selbst in die Liste der Verdächtigen aufgenommen zu werden, die ja so eifrig mit der USA abgeglichen wird, wie kürzlich beschlossen wurde.